Nachhaltig wirtschaften – von Mainz bis Aguascalientes

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17.03.2015 - Mainz

Im Zeichen der Nachhaltigkeit: Carlos Lozano de la Torre, Gouverneur des mexikanischen Bundesstaats Aguascalientes, besuchte mit einer Delegation seiner Heimat das Mainzer Unternehmen Werner & Metz. Wirtschaftsministerin Eveline Lemke und Reinhard Schneider freuen sich über den Besuch.
Was haben eine nordmexikanische Provinz und die Landeshauptstadt gemeinsam? Das nachhaltige Interesse an der Umwelt, wie ein Besuch des Gouverneurs von Aguascalientes, Carlos Lozano de la Torre, zeigte. La Torre und Mitglieder der Botschaft und des Konsulats waren zu Gast bei Wirtschaftsministerin Eveline Lemke, die den viertkleinsten Bundesstaat Mexikos mit einer Delegation des Wirtschaftsministeriums im vergangenen September besucht hatte. Jetzt stand der Gegenbesuch in Mainz an – und führte gleich am ersten Tag zu Werner & Mertz, wo Inhaber Reinhard Schneider die Gäste begrüßte.

Das Interesse der mexikanischen Delegation am dem Mainzer Mittelstandsunternehmen rührte in der Tat von einem kleinen Frosch, nämlich einer vom Aussterben bedrohten Spezies, die bei Erdaushubarbeiten für ein Großprojekt eines Autoherstellers im Mittleren Norden Mexikos, auf dem Gebiet von Aguascalientes, entdeckt worden war. Um die Froschart zu erhalten, müssen nun 20 Hektar Land geschützt werden.

„Wir haben in Bezug auf den Frosch eine große Freundlichkeit“, lud Reinhard Schneider die 11-köpfige Abordnung und ihre reinland-pfälzischen Begleiter charmant zu einer Unternehmenspräsentation ein. Die Mexikaner, darunter auch die Familie des Gouverneurs, Gattin Bianca Rivera Rio de Lozano und der Sohn, Jose Carlos Lozano, zeigten sich beeindruckt, aber auch Eveline Lemke zollte dem Unternehmen ihren Respekt: „Sie glauben gar nicht, wie stolz wir Mainzer sind“, nahm sie etwa zur besonderen Auszeichnung Most Trusted Brand Bezug, eine Auszeichnung, die jährlich durch den Verlag Reader´s Digest verliehen wird; an Werner & Mertz bereits zum 14. Mal in Folge.

Doch Auszeichnungen allein sind dem Unternehmen nicht genug. Im Vergleich zu anderen Reinigungsherstellern habe sich Werner & Mertz frühzeitig auf die konkrete Interpretation des Nachhaltigkeitsgedankens für den Konsumenten konzentriert, um im Vorteil zu sein. „Nachhaltigkeit muss für den Käufer erlebbar werden“, berichtete Schneider von den Anfängen der Marke Frosch, die heute circa 60 Prozent des Umsatzes ausmacht, aber auch vom gelungenen Zusammenspiel der hauseigenen Ökobilanz aus Geothermie, Windrädern, Photovoltaik und Verglasung, was zu europaweiter Anerkennung der nachhaltigen Bauweise und einer Leed-Zertifizierung führte.

Der mexikanische Gouverneur Carlos Lozano de la Torre (ganz links) und seine Ehefrau, Bianca Rivera Rio de Lozano (ganz rechts) besuchten gemeinsam mit der mexikanischen Botschafterin, Patricia Espinosa (zweite von links) das Unternehmen Werner & Mertz. Inhaber Reinhard Schneider und Wirtschaftsministerin Eveline Lemke freuten sich über den Besuch. Fotos: Bernd Essling / Werner & Mertz
"Die ganzheitliche Auslegung des Nachhaltigkeitsbegriffs ist unserer Meinung nach ein Schlüssel“, davon ist Schneider überzeugt. Seine Ziele sind ein perfekter Recycling-Kreislauf und die Konzentration auf heimische Tenside, um Rohstoffe wie pflanzliches Palmöl besser der Nahrungsmittelindustrie vorzubehalten und so den technischen wie biologischen Kreislauf geschlossen zu halten. Denn neben dem Inhalt sei auch die Verpackung stets Teil des Produkts. So könne die von Werner & Mertz ins Leben gerufene Recyclat-Initiative, bei der aus PET-Kunststoff mittels Laserspektroskopie wieder lupenreines PET-Recyclat entsteht, Leichtplastik aus dem Gelben Sack sinnvoller als bisher nutzen und so den Anteil von „Ocean Plastik“ in den Weltmeeren verringern. Eine Maßnahme, die letztlich auch Tier und Mensch schützen. Denn der mikroskopisch kleine Abrieb der schwimmenden Plastikinseln werde in der Nahrungskette direkt vom Fisch zum Menschen getragen.

„Sie starten mit einer ganz anderen Voraussetzung“, ermunterte Schneider die Anwesenden zum Mitmachen, denn Werner & Mertz genüge die Rolle als Ökopionier, die Errungenschaften der nachhaltigen Unternehmensphilosophie werden gern geteilt. PET-Recyclat ist auf dem Markt bereits in ausreichender Menge vorhanden, um eine Wertschöpfung zu generieren. Wichtig ist Reinhard Schneider, dass Frosch-Produkte erschwinglich bleiben – „wir möchten in der Breite vorankommen und nicht ein hochpreisiges Produkt für eine kleine Klientel vorhalten.“

„Ich werde dies zu Hause an unsere Frösche weitergeben“, bedankte sich Torre mit einem Schmunzeln für die informativen Einblicke und Gastfreundlichkeit. Bei der anschließenden Werksführung und dem gemeinsamen Mittagessen im Mitarbeiterrestaurant wurden die bilateralen Gespräche lebhaft fortgesetzt; der Frosch wird den Mexikanern in guter Erinnerung bleiben.

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Pressekontakt:
Werner & Mertz GmbH
Abteilung Unternehmenskommunikation
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