Artenvielfalt direkt vor der Haustüre

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09.06.2015 - Mainz

Die Gehörnte Mauerbiene, eine Wildbienenart, hat hier eine neue Bleibe gefunden, Kronwicken wachsen neben dem Mitarbeiterparkplatz, Weiß-Klee, Scharfer Mauerpfeffer oder die Wiesen-Flockenblume sorgen für Blumenvielfalt statt Einheitsgrün und auch der Hausrotschwanz hat sich schon ein Zuhause eingerichtet: Das Firmengelände von Werner & Mertz entwickelt sich zum naturnahen Lebensraum für heimische Tiere und Pflanzen, die durch die Beeinträchtigung ihrer natürlichen Umgebung gefährdet sind.

Dank ihnen wird das Firmengelände von Werner & Mertz ein attraktiver Nistplatz für Wildbienen und heimische Vogelarten: (v.l.n.r.) Robert Egeling, NABU, Dr. Detlef Matz W&M, Uwe Eggert, W&M; Birgitta Schenz, W&M, Günther Heinrichs, W&M, Michael Markowski, NABU. Wildrosensträucher und Wiesenblumen machen das Firmengelände ebenfalls bunter.
„Das Thema Biodiversität ist ein wichtiger Baustein der ökologischen Säule, ebenso wie Ressourcen- und Klimaschutz“, erläutert Birgitta Schenz, Leiterin der Unternehmenskommunikation, die Ziele des Unternehmens, „nachhaltige Werte haben bei Werner & Mertz eine lange Tradition.“ Mit EMAS, dem anspruchsvollsten Umweltmanagementsystem der Welt, wird seit 2003 jährlich neu der Produktionsstandort validiert. Ein regelmäßig erscheinender Nachhaltigkeitsbericht und ein eigener Beauftragter für Nachhaltigkeitsmanagement tragen diesem Anspruch Rechnung.
Ebenso die bewusste Auswahl der Rohstoffe, beispielsweise in der Recyclat-Initiative, mit der das Unternehmen und seine Partner zunehmend auf PET-Material aus Rohöl verzichten und stattdessen PET-Abfälle aus dem Gelben Sack wieder zu PET-Material recyclieren. Denn langfristig soll diese Umstellung die Produktion von Verpackungen in einen geschlossenen Kreislauf führen und den Ausstoß von schädlichem CO2 deutlich reduzieren. „Die richtigen Dinge richtig tun“ ist ein Leitgedanke, den Geschäftsführung und Mitarbeiter Tag für Tag leben.

Für diese konsequente Umsetzung seiner Firmenphilosophie hat Werner & Mertz zahlreiche Preise gewonnen, unter anderem den Deutschen Nachhaltigkeitspreis für die Dachmarke Frosch (2009) und den Umweltpreis des Landes Rheinland-Pfalz (2010); für den Bau des nachhaltigen Hauptverwaltungsgebäudes, das als erstes Verwaltungsgebäude in Deutschland Windkraft und Photovoltaik mit Geothermie kombiniert und seither mehr Energie erzeugt, als Heizen und Kühlen benötigen, gab es die hochwertige Zertifizierung LEED Platinum (2012).

Auch die Kooperationen mit dem NABU Rheinland-Pfalz stehen in der Tradition der Firmenphilosophie. „Wir freuen uns sehr, mit dem NABU gemeinsam neuen Lebensraum gestalten zu können“, freute sich Birgitta Schenz über die Erfolge. Mit Unterstützung des NABU möchte Werner & Mertz im Rahmen des Projekts „Lebensader Oberrhein“ das eigene Firmengelände für Pflanzen und Tiere attraktiver zu machen. Diplom-Geograph Robert Egeling vom NABU leitet das Projekt und ist zufrieden mit dem Anwachsen der Wiesenblumen und des Blauen Natternkopfs, der vor allem den Mitarbeiterparkplatz von Werner & Mertz malerisch umrahmt. Drei Insektenhotels und bunte Blumenwiesen sind inmitten der Industrielandschaft entstanden. Doch mit der naturnäheren Gestaltung des Areals allein ist es nicht getan, kleine charmante Tafeln mit dem „Frosch“ klären Besucher und Arbeitnehmer über die heimische Artenvielfalt auf, Mitmachstationen laden zum Entdecken des jeweiligen Themas ein und machen Sinn und Ziele des Projekts für die Umwelt zugänglich. Pünktlich zum Tag der Umwelt wurden die Tafeln im Rahmen einer Begehung eingeweiht.

Robert Egeling, NABU Rheinland-Pfalz, erläutert das natürliche Wachstum rund um den Mitarbeiterparkplatz. Der Blaue Natternkopf, eine heimische Wiesenblume, wird fachmännisch ins Auge genommen. Fotos: Marcus Steinbrücker/Werner & Mertz
"Da die Rasenflächen auf dem Betriebsgelände und dem Mitarbeiterparkplatz nun seltener gemäht werden, können sie sich zu artenreichen Blühflächen entwickeln“, freut sich Michael Markowski vom NABU und Maßnahmenbetreuer im Projekt „Lebensader Oberrhein. „Für die Wildbienen ist der Tisch somit reich gedeckt“, so der Biologe Markowski. Für Günther Heinrichs, den Leiter der Technik bei Werner & Mertz, ist es wichtig, dass nicht nur die Mitarbeiter verstehen, was auf dem Firmengelände vor sich geht, sondern auch die Besucher. So bleiben die Grünstreifen entlang der Rheinallee in unveränderter, architektonisch geradliniger Form, während sich an mehreren Flächen auf dem rund 100.000 Quadratmeter großen Firmengelände ein „kontrollierter Wildwuchs“ breitmache, eben ganz im Sinne eines modernen Umweltschutzes. Ausgenommen von dieser Art der Begrünung seien alle Bereiche, in denen strenge Hygienevorschriften eingehalten werden müssen, beispielsweise in direkter Nähe der Produktion, erläutert Dr. Detlef Matz, Leiter des Nachhaltigkeitsmanagement. Er engagiert sich im Vorstand der 'Biodiversity in Good Company' Initiative. Darin haben sich Unternehmen zahlreicher Branchen zusammengeschlossen, um sich gemeinsam für den Schutz und den Erhalt der weltweiten Biodiversität einzusetzen. „Deshalb ist es mir ein besonderes Anliegen, dass auch unser Firmengelände naturnäher wird.“ Diplom-Biologe Uwe Eggert, Mitglied im Nachhaltigkeitsmanagement bei Werner & Mertz, ergänzt: „Vielleicht ist unser Engagement eine Inspiration, zu Hause im heimischen Garten aktiver in Sachen Artenschutz zu werden.“

Das Engagement von Werner & Mertz für die Umwelt ist nicht nur auf dem Firmengelände zu spüren: Die Initiativen gemeinsam mit NABU „Frosch schützt Frösche“, der Schutz des Auwalds auf der Harter Aue, der Moorschutz am Mürmes in der Eifel, aber auch gleichwertige Initiativen in Österreich, Polen, Frankreich und Indonesien belegen den Sinn für die Umwelt und die Ernsthaftigkeit des Nachhaltigkeitsgedankens.

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Pressekontakt:
Werner & Mertz GmbH
Abteilung Unternehmenskommunikation
Birgitta Schenz
Rheinallee 96
55120 Mainz

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Telefon 06131-964-20 28
Fax 06131-964-23 30