„Morgens komplexe Lösungen finden – abends einfach abrocken“

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25.09.2015 - Mainz

Von links nach rechts: Sabine Bätzing-Lichtenthäler, rheinland-pfälzische Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, Moderatorin Trixie Kuklinski, Ministerpräsidentin Malu Dreyer und der kaufmännische Geschäftsführer von Werner & Mertz, Ralph Wenner. Fotos: Herbert Piel/Werner & Mertz
Der ehemalige Auszubildende Sebastian Lawall aus Lonsheim hat bereits während seiner Ausbildung zum Informatikkaufmann ein berufsbegleitendes Studium an der Fachhochschule in Mainz begonnen - ein Trend in der Arbeitswelt 4.0. „Morgens komplexe Lösungen finden und abends einfach abrocken“, fasst der Hobby-Schlagzeuger das Lebensgefühl seiner Generation zusammen – und erntete dafür große Zustimmung beim 13. JAV-Forum von Malu Dreyer. Die Ministerpräsidentin hatte gemeinsam mit Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler 180 Jugendliche aus den Jugendvertretungen von Rheinland-Pfalz in die Hauptverwaltung von Werner & Mertz eingeladen, wo sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Veranstaltung konstruktiv mit der aktuellen Situation von Auszubildenden und der Perspektive klassischer Ausbildungsberufe auseinandersetzten. Neben den vielen Chancen, die die neue „Arbeitswelt 4.0“ bietet, beschäftigten die JAVen aber auch zukünftige Gestaltungsfragen von „Arbeit 4.0.“ Dazu gehört der Schutz von Mitbestimmung und Arbeitnehmerrechten ebenso, wie Fragen zum Arbeitsschutz oder auch die ständig steigenden Anforderungen an Aus- und Weiterbildung. Klassische Themen wie die Übernahmeperspektive nach der Ausbildung standen ebenso im Fokus.

Ralph Wenner, kaufmännischer Geschäftsführer begrüßte die Gäste beim 13. JAV-Forum von Malu Dreyer im Hause Werner & Mertz.
„Die Digitalisierung bietet zum einen ökonomische Vorteile, weil sie die Produktion kostengünstiger und ressourcenschonender macht“, stellte Ministerpräsidentin Dreyer fest. „Andererseits werden Arbeitsabläufe transparenter und flexibler.“ Gemeinsam mit Sabine Bätzing-Lichtenthäler warb die Ministerpräsidentin für die Fachkräftekampagne des Landes, insbesondere für das duale Studium. „Wir haben über 60 duale Studiengänge und sind bereit, jede Woche einen neuen zu gründen“, wandte sie sich an die Adresse der Arbeitgeber. Sabine Bätzing-Lichtenthäler weiß um die Herausforderungen, die sich beim Thema „Arbeit 4.0“ ergeben, sieht aber auch Chancen: „Unsere Arbeitswelt und Arbeitsläufe ändern sich durch die Globalisierung und den demografischen Wandel ständig.“ Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Leistungsfähigkeit und Flexibilität der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen. „Der Einsatz von digitaler Technik kann hier auch unterstützend wirken“, machte Bätzing-Lichtenthäler Mut und plädierte dafür, die Methoden der Ausbildung dynamisch anzupassen sowie Kreativität und Problemlösungskompetenz in der Ausbildung zu fördern.

„Wir halten die Ausbildung junger Menschen für sehr, sehr wichtig“, berichtete Stephanie Gabler aus der Unternehmensperspektive. Gerade die Möglichkeit des dualen Studiums sei von den Bewerbern – derzeit sind 36 junge Menschen in der Ausbildung, das Unternehmen beschäftigt am Standort Mainz etwa 500 Mitarbeiter – sehr nachgefragt. Werner & Mertz biete aber auch die klassische Ausbildung in mittlerweile zehn Ausbildungsberufen an und handle gemäß seiner Maxime nachhaltig und zukunftsorientiert: „Wir investieren in unsere Azubis und wollen sie auch behalten.“

Eines wird wohl auch in der „Arbeitswelt 4.0“ nicht aus der Mode kommen, auch nicht bei Werner & Mertz: Das gegenseitige Voneinander-Lernen. „Wir leben eben nicht losgelöst von Erfahrung, in dieser neuen, digitalen Welt“, gab der kaufmännische Geschäftsführer Ralf Wenner, zu Bedenken. „Informationen, gleichwohl an welchem Ort, sind jederzeit abrufbar, über Messenger, Youtube oder whatsapp. Erfahrungen aber, die muss jeder selber machen. Und wir können gegenseitig von diesen Erfahrungen profitieren.“ Das JAV-Forum sei der richtige Ort, diese Erfahrungen auszutauschen und die Wünsche und Anregungen der jungen Generation von dort in diejenigen Gremien zu tragen, die Ausbildungen regeln und zukunftsfähig machen.

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