Die Entwicklung des Markenzeichens

Zur damaligen Zeit war es üblich, die Wortmarke mit einem auffälligen Bildzeichen zu verbinden. Als heute überaus glücklich erkannte Lösung wurde die bekannte und populäre Märchenfigur des Froschkönigs gewählt. Für die Wahl gerade dieser Figur sprachen Überlegungen wie:

  • Schuhe "schauen" sozusagen aus der Froschperspektive in die Welt; die neuartige Schuhpaste schützte wirklich vor Wasser wie die Haut des Frosches
  • und man schmückte sich gerne mit adligen Attributen in jeglicher Form. So stand neben dem 'königlichen Frosch' auf einer der ersten Erdal -Dosen auch der Hinweis: im Privatgebrauch an Fürstenhöfen.

Zunächst war es 1903 ein naturgetreuer grüner Frosch, der die Dose zierte. Er wäre vielleicht grün geblieben, wenn man nicht während des Ersten Weltkriegs gezwungen gewesen wäre, mangels geeigneter Rohstoffe Ersatzware zu liefern. Als nach dem Krieg die Ware wieder in der ursprünglichen Qualität geliefert werden konnte, glaubte man, das Erzeugnis mit dem grünen Frosch sei diskreditiert. Und so wählte man 1918 für die neue gute Ölware statt seiner den Rotfrosch, zusätzlich mit der Aufschrift: "Qualität wie vor August 1914." Die Entwicklung der Marke Erdal Schuhpflege begann sozusagen erst richtig mit dem roten Frosch. Kein anderer Markenartikel wurde sowohl der Bildmarke als auch dem Namen nach so bekannt und verlangt wie Erdal. Zwischen den Weltkriegen fand die Ware, die ebenso oft mit Rotfrosch wie auch mit dem Namen Erdal bezeichnet wurde, reißenden Absatz. Bis 1961 schmückte ein ziemlich mürrisch dreinblickender Bursche Deutschlands meistgekaufte Schuhcreme. Dies änderte sich erst durch einen Wechsel innerhalb der Geschäftsführung. Der Frosch sollte die optimistische Haltung des gesamten Betriebes im Hinblick auf die Zukunft ausdrücken. Ergebnis: Nun lachte er, der naturalistische Frosch! Im neuen Konsumzeitalter, dem Wirtschaftswunder der sechziger Jahre, wandelte sich vieles - auch Bildmarken: Frosch und Wortmarke wurden nun auf modern getrimmt. Folgende Merkmale sollte der Firmengrafiker in Bezug auf Aussehen und Aussagekraft dem neuen Logo auf den Leib zeichnen:

  • plakativ
  • stilisiert
  • Optimismus ausstrahlend
  • vorwärtsstrebend
  • optimal zu verkleinern (die feinen Linien des alten Frosches verschwammen)
  • einfarbig

So entstand in Feinarbeit und mit viel Liebe zum Detail das neue Symbol. Beispielhaft sei auf das 'abgeschrägte Hinterteil' des Frosches verwiesen. Ohne diese Schräge säße der Frosch wie festzementiert. Dieses relativ winzige Detail erst bringt Bewegung in die Figur. Als ein Hauptgestaltungsmerkmal aller Erdal Produkte bürgt dieses neugestaltete Logo nun seit 1971 für 'Markenqualität im Zeichen des Frosches'.