Stellschrauben des Vergaberechts nachjustieren

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13.09.2018 - Dortmund

(Von links nach rechts):Werner Schulze (tana-Chemie), Ralf Grosse (Kompetenzstelle nachhaltige Beschaffung, Beschaffungsamt BMI), Rainer Gritzka (Wirtschaftsgesellschaft der Kirchen in Deutschland) und Aiko Wichmann (Vergabeamt Stadt Dortmund) diskutierten auf der FAIR FRIENDS über den Sinn nachhaltiger Beschaffung und die Vergabepraxis der öffentlichen Hand. Foto: Alexander Nagel/tana-Chemie GmbH

Der Mainzer Hersteller für nachhaltige Reinigungsmittel in kreislauffähigen Verpackungen, tana-Chemie, fordert strengere Vorgaben bei der Vergabe öffentlicher Ausschreibungen. Gerade beim Einkauf von Dienstleistungen und Produkten, für welche die öffentliche Hand jährlich 350 Milliarden Euro insgesamt ausgibt und davon einen Großteil auch für die Reinigung öffentlicher Gebäude und dazu benötigter Reinigungsmittel, komme der Nachhaltigkeitsgedanke in Kommunen und Instituten nicht an. „Wir brauchen strengere Vorgaben und müssen nachhaltige Kriterien zum Dreh- und Angelpunkt der Auftragsvergabe machen“, sagte tana-Chemie-Geschäftsführer Werner Schulze auf der FAIR FRIENDS Anfang September in Dortmund. In einer Podiumsdiskussion zum Thema „Nachhaltige Beschaffung - wirklich sinnvoll?“ diskutierte Schulze mit Vertretern der Kommunen, Kirchen und der Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung beim Beschaffungsamt des BMI über die Vergabepraxis von öffentlichen Institutionen. Die Moderation führten Ulla Burchardt, Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) und Thomas Kubendorff, Nachhaltigkeitsbotschafter und ehemaliger Landrat des Landkreises Steinfurt.

Nachhaltigkeit: Eine Empfehlung oder Richtlinie?

Auf der Fair Friends kamen die Besucher hautnah mit unseren umweltfreundlichen Produkten in Berührung. Am Stand von tana-Chemie zeigte Werner Schulze, was tana green care Professional-Produkte auszeichnet. Foto: Westfalenhallen Dortmund GmbH/Anja Cord

Kern der Diskussion war die Frage, ob sich Nachhaltigkeit für die öffentliche Hand rechnet oder nicht. Nachhaltige Reinigungsmittel, so Werner Schulze, seien nicht zwingend teurer und dank kreislauffähiger Verpackungen und Rezepturen langfristig sogar günstiger, weil teure Rohstoffe eingespart werden. Schulze ist davon überzeugt, dass an den Stellschrauben des Vergaberechts politisch nachjustiert werden muss. „Viele Verwaltungen, Schulen und Institutionen würden in Sachen Umweltbewusstsein gern mehr Vorbild sein, scheitern aber an strikten kommunalen Sparvorschriften“, zeigte er einen Widerspruch zwischen ökologischem Anspruchsdenken und der finanziellen Ausstattung vieler Verwaltungen und Institutionen auf. Bislang gibt es im Vergaberecht keine Verpflichtung, sondern nur eine Empfehlung, nachhaltige Produkte bei Ausschreibungen zu berücksichtigen. Hingegen ist der wirtschaftliche Einsatz kommunaler Finanzen eine Richtlinie, an die sich Kommunen aus Gründen des haushalterischen Sparsamkeitsgebots halten müssten. Neben den Kosten müsse auch die Beschaffenheit und Entstehung der Produkte berücksichtigt werden, sagte Schulze.

Das kollektive ökologische Bewusstsein schärfen

Auf der Auftaktpressekonferenz machte Werner Schulze (links) die Positionen der Unternehmensgruppe Werner & Mertz in Sachen Nachhaltigkeit deutlich. Neben Schulze stellten sich Dr. Peter Schaumberger, Geschäftsführer von GEPA – The Fair Trade Company, Ulrich Sierau, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, die Hauptgeschäftsführerin der Westfalenhallen Dortmund GmbH, Sabine Loos sowie Pressesprecher Dr. Andreas Weber den Fragen der Journalisten. Foto: Westfalenhallen Dortmund GmbH/Anja Cord

Letztlich seien auch die Unternehmen selbst gefordert, ihr Leistungsspektrum in Sachen Nachhaltigkeit in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken und dadurch ein kollektives ökologisches Bewusstsein zu fördern. Dazu biete eine Messe wie die FAIR FRIENDS hervorragende Möglichkeiten, findet Schulze. Die tana-Chemie GmbH informierte Fachbesucher wie auch Publikumsgäste am eigenen Stand über kreislauffähige Produkte, Verpackungen und nachwachsende Rohstoffe. Neben tana waren auch Unternehmen und Institutionen aus Industrie, Handel, Dienstleistungen, Gastronomie, Lehre und Forschung, Weltläden, Öffentliche Hand und Finanzbranche vertreten. Die als Fachmesse für nachhaltige Lebensstile, fairen Handel und gesellschaftlichen Verantwortung bekannte Fair Friends zählte in diesem Jahr mehr als 6000 Besucher und wird 2019 wieder vom 5. bis 8. September stattfinden. Fast die Hälfte der Fachbesucher ist beratend, mitentscheidend oder ausschlaggebend an Beschaffungsentscheidungen beteiligt.

Mehr zu tana-Chemie und den green-Effective®-Formulierungen auf » www.wmprof.com

Die tana-Chemie GmbH, Professional-Sparte von Werner & Mertz, bietet ein umfassendes Programm an maßgeschneiderten Lösungen bei Reinigung und Desinfektion für professionelle Anwender in Bereichen wie Gebäudereinigung, Gesundheitswesen, Hotellerie, Gastronomie und Catering. Produziert wird an den nach strengsten EU-Kriterien EMAS-zertifizierten Standorten Deutschland und Österreich. Als Teil einer ganzheitlich nachhaltigen Firmenphilosophie hat das Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette wegweisende Standards in den Bereichen Ökologie, Ökonomie und Soziales verankert. Das Familienunternehmen Werner & Mertz steht seit 150 Jahren für Kompetenz in den Bereichen Reinigung, Pflege und Werterhaltung.

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Pressekontakt:
Werner & Mertz GmbH
Unternehmenskommunikation
Birgitta Schenz
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